Ausflug zur Landesgartenschau Bad Schwalbach

Schaugarten auf der Landesagartenschau Bad Schwalbach
Schaugarten

Die Landesgartenschau in Bad Schwalbach

Schon als Kind entdeckte ich meinen Faible für bunte Blumen und ausgefallene Pflanzen. Vielleicht lag es auch daran, dass meine Mutter und meine Oma einen grünen Daumen hatten. Und so durfte ich schon vor über 40 Jahren die Bundesgartenschau in Stuttgart besuchen. Es war für mich ein unvergessliches Erlebnis gemeinsam mit meiner Oma in die große Stadt zu fahren, um wunderschöne Blumen- und Pflanzenarten zu Entdecken.

Umso mehr habe ich mich gefreut, dass die Landesgartenschau Bad Schwalbach 2018 ganz in meiner Nähe (nur 20 Minuten von Eltville am Rhein entfernt) stattfindet.

 

Ein blühendes Gartenfest

Bad Schwalbach. Zum Entdecken – an insgesamt 163 Tagen – nach dem Motto: »Natur erleben. Natürlich leben.«

Das Herzstück der Ausstellung ist der neu gestaltete Bad Schwalbacher Kurpark. Insgesamt 12,2 Hektar groß ist das Gelände. Es sind zwei Täler, das Menzebachtal und das Röthelbachtal, die direkt nebeneinander liegen und die beide in der Stadtmitte auslaufen.

Erlebe auch du die herrlich bunte Blumenpracht des Parks im neuen Kleid, kombiniert mit vielen spannenden Elementen, temporären Schaugärten und Veranstaltungen (siehe Veranstaltungskalender).

 

Das Menzebachtal
Dufter Empfang am Stahlbadehaus

 

Stahlbadehaus in Bad Schwalbach
Stahlbadehaus

Nach dem Haupteingang kommst du auf das erste bunte Blütenmeer, welches dich mit einem „duften(den) Empfang” auf die Landesgartenschau vorbereitet. Und du tauchst schon direkt in die interessante Welt der Pflanzen und Gartenkultur ein. Der breite Weg führt dich in den historischen Kurpark, vorbei am Stahlbadehaus aus dem 19. Jahrhundert.

 

Willkommen im Weinbrunnen

 

Weinbrunnen in Bad Schwalbach
Weinbrunnen

Hier wirst du von der Bad Schwalbacher Brunnenfrau mit einem erfrischenden Schluck Quellwasser begrüßt. Bei regelmäßiger Anwendung führt das Heilwasser vom Weinbrunnen zur Anregung des Stoffwechsels, zur Entschlackung, zur Förderung der Verdauung und Vitalisierung. Die natürliche Kohlensäure verleiht dem Quellwasser einen säuerlichen Geschmack, der tatsächlich an Wein erinnert.

 

Rendezvous im Park am Kurweiher

 

Kurweiher in Bad Schwalbach
Kurweiher

Der Kurweiher wurde bereits im Jahre 1853 angelegt. Er gehört zu einem meiner Lieblingsplätze im Bad Schwalbacher Kurpark. Die rauschende Wasserfontäne in der Mitte des Sees hat eine sehr beruhigende Wirkung auf mich. Es gibt verschiedene Sitzmöglichkeiten um den Weiher herum verteilt, die hervorragend zum Entspannen und Verweilen einladen.

 

Der Schwalben-Pavillon

 

Scwalben-Pavillon in Bad Schwalbach
Schwalben-Pavillon

Der weiße Schwalben-Pavillon mit seinen unzählig vielen ausgestanzten Schwalben-Motiven wurde neu erstellt. Er ist ein echter Hingucker im Kurpark und ein idealer Treffpunkt. Von dort aus hast du eine wunderschöne Aussicht auf den Bad Schwalbacher Kurweiher.

 

Unser Rheingau-Taunus

 

Rheingau-Taunus
Rheingau-Taunus (Region en miniature)

Der Rheingau-Taunus wurde in putziger Miniatur-Ausgabe nachgestellt. Die glasklaren blauen Steine symbolisieren den Rhein. Die unterschiedlichen Kulturlandschaften, Genuss, Erholung und Kultur machen den Rheingau-Taunus-Kreis zu einem außergewöhnlichen Kleinod in Hessen.

 

Gartenkultur – Die Schaugärten

 

Schaugärten Landesgartenschau Bad Schwalbach
Schaugarten

Vom Garten bis zum Traumgarten. Vielleicht findest du bei den neun verschiedenen Schaugärten auch etwas für deine eigene Gartengestaltung. Ob Gärten zum Wohnen und Wohlfühlen, naturnahe oder architektonisch gestaltete Gärten – einfach schöne Orte zum Entspannen.

 

Das Röthelbachtal
Auszeit im Crazy Chair

 

Crazy Chairs auf der Landesgartenschau in Bad Schwalbach
Crazy Chairs

Diese fröhlich-bunten und rückenfreundlichen Hängesessel von Crazy Chair haben es mir ganz besonders angetan. Sie sind nicht nur wetterfest, sondern auch hautfreundlich, atmungsaktiv und bleiben auch in der Sonne angenehm kühl. Hier kannst du so richtig schön im Garten unterm Baum abhängen, chillen und schaukeln.

 

Ab in die Obstkiste

 

Obstkisten Landesgartenschau Bad Schwalbach
Obstkisten

Für kleine und große Kinder gibt es einen originellen Mehrgenerationsgarten. Dieser besteht aus einer coolen Obstkistenburg und diversen anderen lustigen Spielgeräten. Dort kann gewippt, balanciert oder gesprungen werden. Ausruhen ist natürlich auch möglich!

 

Die Blumenschau

 

Blumenschau Landesgartenschau Bad Schwalbach
Blumenschau „Mörderische Blumen und Exoten“

Mein persönliches Highlight zum Abschluss war definitiv die Blumenschau in der Blumenhalle. Du fühlst dich wie in einem riesengroßen Blumenladen und kommst aus dem Staunen dieser unterschiedlichen Dekorationen und wahren Kunstwerke nicht mehr raus!

Das aktuelle Thema vom 17.-26.08.2018 präsentiert: Mörderische Blumen und Exoten.

 

Mein Tipp: Für eine kleine Snack-Pause oder Auszeit empfehle ich dir als großer Burgerfan den Burgergarten im Röthelbachtal.

 

Burger Landesgartenschau Bad Schwalbach
Basic Burger mit gebratener Hackfleischscheibe auf Salat, mit Tomate, Gurke und Zwiebeln belegt

Abschließend möchte ich noch erwähnen, das es auf der Landesgartenschau Bad Schwalbach natürlich noch viel mehr zu Entdecken gibt, als ich in meinem Blogbeitrag  aufgeführt habe. Jedoch würde es den Beitrag wirklich sprengen, wenn ich über insgesamt 46 Stationen schreiben würde. Am besten, du machst dir selbst ein eigenes Bild.

Auf geht’s zum Gartenschau-Erlebnis!

 

Noch mehr Infos zur Landesgartenschau Bad Schwalbach findest Du unter: www.landesgartenschau.bad-schwalbach.de und www.einfachrheingau.de.

 

Ich schicke euch ganz viele bunte Blumengrüße aus Bad Schwalbach!
Melanie

 

Landesgartenschau Bad Schwalbach

Interview mit Bürgermeister Patrick Kunkel in Eltville

Bürgermeister Patrick Kunkel aus Eltville

 

10 Fragen, 10 Antworten – Bürgermeister Patrick Kunkel in Eltville

Warum bist Du Bürgermeister geworden?

„Es ist immer die schwierigste Frage. Ich war immer schon … seit ich mich erinnern kann … ehrenamtlich und politisch engagiert. Schon sehr früh in Martinsthal als Mitglied im Ortsbeirat und auch als Stadtverordneter in Eltville aktiv. Irgendwann habe ich die Geschäfte der Fraktion geführt und war stellvertretender Parteivorsitzender und danach Vorsitzender. Eines Tages kam dann die Frage, als der Altbürgermeister nicht mehr antreten wollte: „Ei, willst Du das nicht machen? Du hast immer so viele Ideen … bist sehr interessiert und engagiert“. Für mich war das ein kompletter Lebensbruch. Ich wollte das Risiko eingehen, weil ich immer schon Freude daran hatte neue Ideen für die Stadt zu entwickeln. Die Vorstellung, als Bürgermeister in Verantwortung sein zu dürfen, das hat mich schon sehr gereizt.“

Also auch ein kleiner Traum? „Ja, ein Traum den ich vielleicht unbewusst hatte. Also, ich habe nie gesagt: Ich werde mal Bürgermeister. Als ich jedoch gefragt wurde, da habe ich „Ja“ gesagt. Und im Rückblick betrachtet, war es für mich eine gute Entscheidung.“

 

Was macht ein Bürgermeister den ganzen Tag produktiv sowie repräsentativ?

„Ja, Beides. Das Produktiv sein mischt sich von früh morgens bis in den späten Abend hinein mit Repräsentieren. Ab 17 Uhr  kommt dann die Gremienarbeit hinzu, … wo die Ehrenamtlichen sitzen, die tagsüber arbeiten. Das was wir entwickeln, muss ich ja dann auch „verkaufen“ und in der Politik vertreten, Mehrheiten suchen und von den Parteien die Aufträge entgegen nehmen. Und mich dazu mit dem gesamten Parlament und den Vertretern besprechen. Alles muss koordiniert werden und ich lege großen Wert darauf, dass die Sachen mit dem großen Organigramm hinter meinem Rücken, gemeinsam entschieden werden. Des Weiteren muss ich sehen, wie ich die vielen Menschen, die bei und für die Stadt arbeiten, an die Themensetzung bringe. Ich bin als Bürgermeister ja auch verantwortlich, wenn etwas nicht klappt. Als Bürgermeister muss man ein guter Kommunikator sein und ein Menschenfreund.“

 

Wenn Du unbegrenzte Gelder für die Stadt Eltville zur Verfügung hättest, was würdest Du dann bauen oder anschaffen/einrichten?

„Das ist keine einfache Frage, obwohl ich mir das oft überlege und ich so viele Ideen habe. Ich würde gerne die Kurfürstliche Burg vernünftig sanieren. Und ich träume von einem großen Hotel (ca. 80-100 Zimmer) mit Tagungszentrum in Eltville. Da haben wir auf jeden Fall Bedarf. Ja, und in die Neue Mobilität und die Digitalisierung investieren. Ich denke, da wird sich in der Zukunft noch einiges ändern. Energetische Maßnahmen, die uns dauerhaft als Stadt autarker machen.“

 

Was ist in den nächsten Jahren noch alles für und in Eltville geplant?

Wir haben die große Aufgabe, uns Gedanken darüber zu machen, wie sich eine Stadt in den nächsten Jahren entwickelt. Dafür müssen die Weichen gestellt werden. Des Weiteren muss der Flächennutzungsplan fortgeschrieben werden. Dabei geht es um die Einteilung der Stadtfläche, für das was da entstehen oder was auch nicht entstehen soll. Fläche kann nur einmal verwertet werden. Wird es ein Weinberg, Parkplatz, Schwimmbad, Kino, Wohnbebauung oder Gewerbegebiet? Das muss zum Beispiel entschieden werden. Das Entscheidende ist, dass nicht nur die Stadt alleine sondern auch das Regierungspräsidium mitspricht.

Wir haben eine Landschaft, welche wir vererbt bekommen haben und die historisch für mich eine Riesenwert hat. Dass wir diese Landschaft an die nächste Generation weitergeben und uns dabei nachhaltig aufstellen, so dass die kommende Generation davon leben kann. Das Wort Nachhaltigkeit ist nicht nur ein Modebegriff, sondern für mich ganz klar entscheidend. Und die Entscheidungen, die wir heute treffen müssen – eben vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit gefasst werden.

Das Thema Energie … wie entwickelt sich der Energiebedarf der Menschen? Wie viele Menschen verträgt Eltville überhaupt? Wie wird sich das Verkehrs – und Wohnverhalten der Menschen verändern? Die Bedarfe? Wir müssen so aufgestellt sein, dass wir mit den kommenden Entwicklungen Schritt halten. Was ist für Eltville wichtig und auf was können oder wollen wir vielleicht verzichten? Es ist schwer, das in einem kleinem Interview zu sagen. Ich denke, man muss mit der nötigen Ruhe zwischendurch alle Entscheidungen auf den Prüfstand stellen und sagen: Ist der Weg den wir gehen … das was wir vor ca. 5 Jahren für richtig hielten, immer noch der richtige Weg? Oder muss man auch mal den Mut haben, zu sagen: Jetzt stellen wir die Weichen um und nehmen mal eine andere Spur!

Die Aufgaben sind so vielfältig, weil wir in einer Stadt sind die das große Glück hat, nicht irgendwo am letzten Zipfel der Erde zu liegen. Sondern in einer stark frequentierten Region. Wir leben in einer Region, die sehr im Fokus steht und wo viele Menschen leben möchten. Eine Stadt, die begehrt ist. Da kann man sich nicht zurücklehnen. Wir müssen ständig entscheiden. Und dieser Verantwortung muss man sich stellen.“

 

Wie können sich die Bürger einbringen, falls das überhaupt möglich ist?

„Das Engagement der Eltviller Bürger ist sehr lobenswert. Sowohl positive Kritik als auch die negative Kritik der Bürger ist mir sehr wichtig. Diese können zum Beispiel in eine Partei eintreten und sich engagieren und an den Entscheidungsprozessen teilnehmen. Oder man geht in einen der vielen Vereine (Kultur-, Sport- oder Historische Vereine). Fördervereine, wo man etwas für das gute Gewissen machen kann (Burgvereine) und sich die Bürger informieren können. Oder, Sie kommen in die Bürgersprechstunde des Bürgermeisters, um Ihre Anregungen oder Ideen abzugeben: „Ihr seid jederzeit herzlich willkommen, liebe Bürger.“

 

Hast Du immer ein Ohr für die Bürger?

„Ja, selbstverständlich. Ich bin viel in der Stadt unterwegs, bin immer ansprechbar und werde von Bürgern angesprochen. Das gehört sich auch so für einen Bürgermeister. Sonst darfst Du kein Bürgermeister sein.“

 

Was macht Eltville so einzigartig?

„Aus meiner Sicht die gelungene Kombination aus Rhein, Weinbergen und Fachwerkstadt auf engstem Raum. All das, was Menschen von einem modernen Leben erwarten. Eine gesunde Infrastruktur. Stichwort: Ärzte, Kindergartenplatz, Schule, Ausbildung, Arbeitsplätze. Die Mischung, was Du zum Leben UND für die Seele brauchst. Das haben wenig Städte. Es ist eine schöne Stadt mit all ihren vier Stadtteilen. Eine hohe Dichte an Unterhaltungsmöglichkeiten, Veranstaltungen, Vereinen, Lokalitäten, Gaststätten und schönen Plätzen. Die gute Lage! Wir haben das große Glück und liegen auf dem Land, sind jedoch vom Charakter her positiv städtisch. Wenn die Autobahn frei ist, dann bist Du in 25 Minuten am Flughafen, in 10 Minuten in Wiesbaden oder Mainz. Das ist schon Luxus.“

 

Eltville

 

Wo ist Dein persönlicher Lieblingsplatz?

„Zum einen ist es das Freibad in Eltville. Und immer schon: Die Kurfürstliche Burg und der kleine Amtsgarten, wovon Du auf den Burgturm schauen kannst. Du sitzt unter den Platanen und kannst das Geschehen von oben betrachten … den Rhein, die Burg, die Altstadt. Das ist ein wunderschöner Platz – zu jeder Tages- und Jahreszeit. Und in meinem Heimatort Martinsthal sind es: Die Rödchenkapelle und der Frauensteiner Weg durch die „Martinsthaler Wildsau“ mit Blick auf Walluf, Eltville und das Rheintal.

 

Du bist hier in der Region geboren und aufgewachsen?

Ja, geboren bin ich in Eltville, als es noch das Krankenhaus gab. Und aufgewachsen bin ich in Martinsthal im Elternhaus. Da wohne ich noch heute. Meine Familie selbst kommt ursprünglich aus Erbach. Dadurch habe ich eine hohe Bindung zur Region und zu den Bürgern. Ich kenne viele Menschen und die Menschen kennen mich. Das erleichtert es natürlich mich anzusprechen. Es ist schon von Vorteil, wenn Du Bürgermeister bist und aus dem Ort kommst … die Befindlichkeiten oder Strukturen vieler Familien kennst.

 

Wenn Du 3 Wünsche frei hättest … einen privaten, einen beruflichen und einen für die Welt … was würdest Du dir dann wünschen?

„Also, privat ist es natürlich Gesundheit und Zufriedenheit für die Familie und meine Freunde. Carpe Diem ist für mich sehr wichtig – nutze den Tag … immer dankbar sein für die Zeit, die man zur Verfügung hat, das ist mein Leitspruch. Beruflich würde ich mir wünschen, dass ich nochmals eine Wahlperiode machen darf. Ich habe jetzt das Gefühl, viele Themen sprich Nachhaltigkeit und Stadtentwicklung, das Führen einer Stadt in den nächsten Aufgaben der Zukunft, … das würde ich gerne noch machen. Vieles habe ich vorbereitet … Entscheidungen die jetzt anstehen die würde ich gerne mit vorbereitend beeinflussen. Mein wichtigster Wunsch für die Stadt ist, dass wir weiterhin erfolgreich die Schulden abbauen. Wir befinden uns auf einem guten Abbaupfad. Für die Welt, ja gut … Weltfrieden ist mir ein bisschen zu wenig. Ich wünsche mir, dass die Menschen sich mit mehr Respekt auf der Welt begegnen würden. Und Zufriedenheit.“

 

Mein Fazit: „Mein Wunsch ist heute in Erfüllung gegangen, mit Dir ein Interview führen zu dürfen an Deinem Arbeitsplatz im historischen Rathaus von Eltville. An dieser Stelle ein recht herzliches Dankeschön für Deine Zeit und deine offenen Antworten. Jetzt zum Abschluss haben wir uns noch einen kleinen „Absacker“ verdient. Auf geht’s zu einem Deiner Lieblingsplätze: Zur Kurfürstlichen Burg mit wunderschönem Ausblick auf den Rhein und den Amtsgarten.“